The China Mail - Scholz fordert mehr Tempo auf dem Weg zur Klimaneutralität

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Scholz fordert mehr Tempo auf dem Weg zur Klimaneutralität
Scholz fordert mehr Tempo auf dem Weg zur Klimaneutralität / Foto: © AFP

Scholz fordert mehr Tempo auf dem Weg zur Klimaneutralität

"Mehr Tempo" auf beim klimafreundlichen Umbau von Wirtschaft und Gesellschaft hat Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) am Freitag in Berlin gefordert. Es gehe um "ambitionierte und ehrgeizige Ziele" auf dem Weg zur Klimaneutralität, sagte Scholz nach einem Treffen der Allianz für Transformation im Kanzleramt. Dies seien aber "Ziele, die wir erreichen können und wollen".

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Zum dritten Treffen der Allianz kamen Scholz und weitere Mitglieder der Bundesregierung mit Vertreterinnen und Vertretern von Wirtschaft, Gewerkschaften und Zivilgesellschaft zusammen. Ziel der Allianz ist es, sich in einem ressort- und sektorübergreifenden Dialog über verschiedene Aspekte der Transformation auszutauschen, um notwendige Anstrengungen zu bündeln und voranzubringen.

"Wir richten den Blick in die Zukunft, um die Voraussetzungen zu schaffen, dass dieser Wandel in Deutschland gelingt", sagte Scholz. Wichtig sei dabei auch, Klima und Soziales nicht gegeneinander auszuspielen, denn "es geht um Beides". Zentral für alle Beteiligten sei jetzt vor allem Planungssicherheit.

Benötigt würden aber auch 300.000 bis 500.000 Fachkräfte bis 2030, "für die Berufe, die entscheidend sind für die Energiewende", hob der Kanzler weiter hervor. Daher komme "dem Handwerk eine Schlüsselrolle beim Klimaschutz zu". Es müsse gelingen, mehr Nachwuchskräfte zu gewinnen, aber auch zusätzliche ausländische Fachkräfte anzuwerben. Die Energiewende sei "eine riesige Chance für unser Land".

"Das Handwerk wird bei der Transformation eine ganz besondere Rolle spielen", sagte auch ZDH-Präsident Jörg Dittrich nach dem Treffen. Er mahnte mehr Bürokratieabbau an, "damit wir mehr Zeit für die handwerklichen Tätigkeiten haben".

"Es gibt noch viel zu tun", sagte auch die Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Yasmin Fahimi. Die Transformation sei alternativlos, denn sonst drohe ein "schleichender Abstieg", warnte sie. Fahimi mahnte aber auch, Deutschland müsse bei der Umgestaltung "preislich wettbewerbsfähig" bleiben und diese müsse "sozial akzeptabel" sein.

Die Präsidentin des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (bdew), Marie-Luise Wolff, lobte, dass es beim Ausbau erneuerbarer Energien nun wieder vorangehe. Dies sei "ein Verdienst dieser Bundesregierung", doch müsse "das Tempo weiter gesteigert werden". Zur Innovation gehöre dabei auch, "dass wir Altes ablösen", denn sonst werde der Weg verstopft für Neues.

"Die Technologien sind alle vorhanden, es gibt keine Ausreden mehr", warb der Präsident des Deutschen Naturschutzrings (DNR) dafür, den Transformationsprozess zügig voranzubringen. "Zukunftstechnologien allein machen noch keinen Wandel", mahnte er aber auch den Willen zur Umsetzung an.

Niebert ging auch auf das aktuelle Ringen um das Heizungsgesetz ein. "Es ist unverantwortlich, mit Hetzkampagnen den Menschen Angst zu machen", kritisierte er. Das nächste Treffen der Allianz für Transformation soll im Oktober stattfinden.

V.Fan--ThChM